Veröffentlicht am: 2. Juni 2021730 Wörter3.7 min Lesezeit

3 Tipps, um die Ansteckung von Glück zu fördern.

Wenn wir momentan „Ansteckung“ hören, dann läuft meist gleich ein Alarmsystem in uns ab. Denn wir verbinden Ansteckung meist mit Viren und Krankheit.

Doch der Harvard-Mediziner und Soziologe Nicholas Christakis hat das Phänomen der sozialen Ansteckung untersucht*. Er analysierte wie wir mit unseren Gedanken, Gefühlen und unserem Verhalten die anderen Menschen anstecken können. Wie Gefühle sich von einem Menschen zum anderen ausbreiten, weiter zum Nächsten und von diesem zum Übernächsten.

Glück hat einen übergreifenden Einfluss

Laut dieser Studie ist auch das Gefühl glücklich zu sein, ein ansteckendes Phänomen. Also wenn du glücklich bist, kannst du andere anstecken und es kann sich eine Glücks – Epidemie ausbreiten. Dies würde doch unserer Gesellschaft sehr guttun. Diese Epidemie hätte den Vorteil, dass wir uns alle sehr viel wohler fühlen. Unser Immunsystem würde kollektiv gestärkt werden, unsere Stimmung wäre besser.

Du selbst kannst etwas bewirken!

Also starte bei dir!

Beginne ein paar Veränderungen in deinen Alltag einzubauen, um deinen Wohlfühlmuskel, deinen Glücksmuskel zu trainieren. Leichte Übungen können schon sehr viel bewirken.

Lachen gehört natürlich dazu. Lachen trainiert deine Gelassenheit und bringt Leichtigkeit. Es verschönert dein Leben und es ist natürlich ansteckend – in positiver Weise. Doch es gibt noch mehr.

3 weitere Glücksmöglichkeiten

Tipp 1: So wie du andere mit deinem Glück beeinflusst, wirst du auch von anderen beeinflusst. Positiv, wie auch negativ, das ist ein klares Phänomen. Also wähle weise, mit welchen Leuten du dich umgibst. Wenn du selbst deinen Glücksmuskel zu trainieren beginnst, dann umgib dich auch mit Menschen, die lieber auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs sind. Es verstärkt dein Vorhaben. Es unterstützt dich. Eure gute Stimmung potenziert sich. Lasse die anderen hinter dir.

Tipp 2: Sobald du durch neue Nachrichten oder ein Problem, das dir widerfahren ist, in die Endlosschleife deiner Gedanken versinkst, durchbrich es aktiv. Wenn sich das Gedankenkarussell zu drehen beginnt, dann zähle bis 10 kombiniert mit sehr tiefen Atemzügen und Mundwinkeln nach oben. Ganz langsam, ganz fokussiert einen Atemzug nach dem anderen. Beginne bei eins und zähle bis zehn. Wenn du merkst, deine Gedanken schweifen noch immer wild umher, dann beginne von vorne und ziehe die Mundwinkel noch höher! Diese Technik hilft dir ganz bewusst in die Gegenwart zu kommen und destruktive Gedanken sein zu lassen.

Tipp 3: Sag Stopp, wenn du Gefahr läufst deine gute Laune zu verlieren. Du fühlst dich wunderbar, bist bestens gelaunt und plötzlich tauchen finstere Wolken auf! Ein falsches Wort, eine unangenehme Mail, ein lästiger Anruf und deine gute Stimmung droht zu kippen. Lass es nicht zu. Sag dir einfach STOPP. Wie wenn du einen Schirm aufspannst. Lass es nicht an dich ran. Sag dir sehr bewusst Stopp. Mit diesem Stopp durchbrichst du dein altes Muster und bleibst bei dir. Egal was passiert, setze deinem Gute-Laune-Verderber eine Grenze. Du kannst das auch noch verstärken, indem du einen großen Schritt zur Seite gehst. Du verlässt also die Situation. Wenn nicht die Möglichkeit besteht einen Schritt zur Seite zu gehen, dann kannst du es auch gedanklich tun. Du stellst dir vor, wie du Stopp sagst und siehst das Bild vor dir, wie du einen Schritt zur Seite machst. Es ist deine gute Laune und die erhältst du dir.

Wie immer dauert es, bis sich Gewohnheiten etablieren. Du liest es jetzt und in der nächsten stressigen Phase ist es auch schon wieder vergessen und nicht abrufbar. Denn dein Gehirn hat es verdrängt. Also konzentriere dich die nächsten Tage auf eine Übung und beginne diese zu trainieren. Mache dir Erinnerungen, schreibe es in dein Handy, so dass du es oft siehst. Dann passiert automatisch eine Veränderung. Du brauchst dich nicht mehr darauf konzentrieren. Dein Gehirn ruft es automatisch ab.

Viel Freude mit dem Üben wünsche ich dir.

Hier gibt es als Anregung Lachvideos, für deine persönliche Lachstudie 🙂

Quellenangabe:

Fowler, J. H., Christakis, N. A.: Dynamic spread of happiness in a large social network: longitudinal analysis over 20 years in the Framingham Heart Study. In: British Medical Journal 10.1136/bmj.a2338, 2008.

https://www.bmj.com/content/337/bmj.a2338

Hinterlasse einen Kommentar

Ähnliche Beiträge