Veröffentlicht am: 21. Mai 2021919 Wörter4.6 min Lesezeit

Lachen wirkt!

Wenn wir keinen Beweis haben sprechen wir meistens von einem Wunder. „Ein Wunder ist geschehen“. Als Wunder bezeichnen wir auch oft etwas, das die Wissenschaft zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erklären kann. Viele Wunder lösen sich auf, wenn wir es schaffen eine Erklärung zu finden und Vorgänge belegen oder nachvollziehen können. Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, waren für unsere Vorfahren noch ein Wunder.

Ist die Wirkung von Lachen ein Wunder?

Die gesundheitliche Wirkung von Lachen ist kein Wunder, denn es gibt zahlreiche Beweise und Studien.
Ein paar möchte ich dir heute vorstellen, denn wir fühlen nicht nur, dass Lachen wirkt und uns gut tut, sondern es haben sich schon einige Wissenschaftler damit beschäftigt. Es gibt auch die Gelotologie, die Lachforschung, die umfasst das gesamte Spektrum des Lachens unter anderem die medizinischen Aspekte. Meine Aufmerksamkeit gilt hier den gesundheitlichen Aspekten.

die lachende Heilung

Eine der ersten Aufzeichnung (Studie ist zu hoch gegriffen, denn es war nur ein Probant), die sich mit der lachenden Heilung beschäftigt hat, ist von Norman Cousins. Er beschreibt in seinem Buch „der Arzt in uns selbst“ wie er  seine lebensbedrohliche Krankheit (Spondylitis ankylosana) durch Lachen gemindert und geheilt hat. Nach Aussagen der Ärzte standen seine Chancen zu überleben bei 1 zu 500.

Er beschloss, sich der negativen Umgebung seines Krankenhauszimmers zu entziehen und bemerkte, dass 10 Minuten herzhaftes Lachen ihm 2 Stunden schmerzfreien Schlaf brachten. Ich möchte nicht vorenthalten, dass er auch sehr hohe Dosen Vitamin C in Form von Infusionen bekam, die seinen Gesundheitszustand verbesserten. Fest steht jedoch, Cousins veränderte durch das Lachen seine Körperchemie und verminderte seine Schmerzen.

Lachen versorgt das Herz mit mehr Sauerstoff, Angst und Schrecken bremsen hingegen den Blutfluss

Das haben US-Forscher in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen. Beim Lachen weiten sich die Blutgefäße und versorgen das Herz mit mehr Sauerstoff, wie das Team um Michael Miller von der Universität von Maryland in Baltimore beobachtete. Dagegen schnüren Angst und Schrecken die Gefäße ein und bremsen so den Blutfluss.

Die Probanden durften in gemütlichen Lehnsesseln Platz nehmen und es wurden ihnen Szenen aus der Filmkomödie „Verrückt nach Mary“ oder aus dem Kriegsfilm „Der Soldat James Ryan“ gezeigt. Demnach weitete das Lachen über die Komödie die Gefäße von 19 der 20 Teilnehmer und erhöhte die Blutzufuhr zum Herz im Durchschnitt um 15 Prozent. Dagegen verkrampften sich 14 der 20 Studienteilnehmer beim Anblick der Kriegsszenen so sehr, dass die Blutzufuhr zum Herz, um durchschnittlich 47 Prozent abnahm.

Bitte bedenke, dass  die Widerstandskraft deines Körpers umso besser ist, je höher die Blutzufuhr zu deinem Herzen ist.

Lachen stärkt dein Herz

Auch in einer anderen Studie wurde untersucht, wie einflussreich Lachen auf unser Herz-Kreislaufsystem ist. Die eine Gruppe durfte wieder Comedys anschauen. Die Kontrollgruppe durfte lesen. Nachweislich wurden durch das Lachen vermehrt ß-Endorphine freigesetzt, welche unter anderem eine positive Wirkung auf die Zellschichten auslösten. Die Gefäßerweiterung wurde gesteigert, dadurch fließt das Blut besser.

Das Zusammenhaften der Blutplättchen,  welche eine Versteifung der Gefäße und dadurch eine schlechtere Durchblutung bewirkt (wie ein verstopfter Abfluss) wurde gehemmt. Die Entzündungsfaktoren wurden ebenso gesenkt. Also auch hier ein bestätigender Beweis, dass Lachen eine sehr positive und schützende Wirkung auf das Herz und die Gefäße hat.

Also verbreite bitte auch du Lachen und lass die Angst vorbeiziehen!

Lachen und Diabetes

Eine sehr interessante Studie gibt es von der Universität Tsukuba in Japan (2007). Dort wurde einer Gruppe Diabetespatienten eine Stunde lang Comedy Programme gezeigt. Die Blutzuckerspiegel dieser Patienten waren danach besser eingestellt, als die Werte der Patienten der Kontrollgruppe, die sich einen Vortrag über Diabetes anhörten.

Zum Thema Diabetes erschien 2013 eine Studie in Maribor. Eine Gruppe der Diabetes Patienten, führte eine halbe Stunde Lachyoga durch, die Kontrollgruppe bekam nur Literatur zu lesen. Der Blutzuckerwert der lachenden Patienten reduzierte sich nach nur einer halben Stunde Lachyoga. Das weitere besondere Ergebnis war, dass bei der Lachyogagruppe nach dem Essen der Blutzuckerwert weiter gesunken war, der Wert bei der Kontrollgruppe war im Vergleich zum Ausgangswert gestiegen.

Lachen und das Cortisol

Cortisol wird vor allem bei Stress freigesetzt und ist für den Körper ein sehr wichtiger Schutzmechanismus. In Ruhephasen sinkt der Cortisol Spiegel wieder und alles ist im Gleichgewicht. Bei anhaltendem Stress lässt Cortisol sich jedoch nicht mehr regulieren und liegt in zu hohen Mengen im Körper vor. Das zieht zahlreiche stressbedingte Erkrankungen wie Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Beschwerden bei der Atmung, Herz –  Rythmusstörungen, Rückenschmerzen uvm. nach sich.
Nun gibt es nach Lachstudien Hoffnung, diesem Stressphänomen doch mit Freude und Leichtigkeit an den Kragen zu rücken. Lachen lässt das Cortisol schmelzen. In Studien wurde untersucht, welche Auswirkung die Lachtherapie und die Wirkung von Qigong Übungen auf den Cortisol Spiegel haben. Nachweislich senkte sich der Cortisol Spiegel bedeutend, ebenso der Blutdruck und die Herzratenvariabilität (ein Maß für die Anpassungsfähigkeit und unsere Reservekapazität). Die Leute fühlten sich fitter und waren gestärkt.

Als studierte Naturwissenschaftlerin freut es mich umso mehr sagen bzw schreiben zu können:

Es ist bewiesen, dass Lachen wirkt!

Das war nur ein kleiner Auszug aus medizinischen Publikationen über Lachen.

Verfasse eine Studie für dich, indem du es selbst ausprobierst jeden Tag mindestens 10 Minuten zu lachen und die Lach Wirkung auf deinen Körper spürst und aufschreibst!

Hier gibt es als Anregung Lachvideos, für deine persönliche Lachstudie 🙂

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