Veröffentlicht am: 20. Dezember 2021645 Wörter3.2 min Lesezeit

Staunen, wie die Kinder

Wann hast du das letzte Mal so richtig gestaunt?

Schauen wir uns doch von den Kindern etwas ab und betrachten wir die Welt mit mehr Staunen. Entdecken wir wieder vieles, das uns vielleicht bis jetzt im Verborgenen blieb, weil wir es nicht beachtet haben. Einfach schauen und staunen. Sich die Zeit nehmen zum Staunen. Gerade die Weihnachtszeit bietet sich an, viel zu staunen und sich überraschen zu lassen.

Die Weihnachtsbeleuchtung mit Staunen zu betrachten, wahrzunehmen. Den Glanz, den Glitter und das Glitzer aufmerksam zu betrachten, wie schön es funkelt, blitzt und wie hell es strahlt. Probiere es aus den Weihnachtsbaum, wenn die Kerzen ihre Wärme und ihr Strahlen abgeben, nochmals mit Hingabe zu betrachten, das Wunder wirken lassen. Als Kinder konnten wir noch Minuten lang über etwas staunen, voller Hingabe und die Zeit dabei vergessen, einfach schauen und uns erfreuen. Doch wir können uns auch jetzt dieses Gefühl zurückholen. Wir können dieses Gefühl in uns aufleben lassen und den Zauber erfassen.

Wahrnehmung -und Begeisterungsfähigkeit

brauchst du zum Staunen, mehr nicht. Mihaly Csikszentmihalyi, ein ungarischer Psychologe rät Dinge zu suchen, die du bisher noch nicht wahrgenommen hast und darüber Buch zu führen. Neues entdecken und aufschreiben. Die Welt neu betrachten. Und es ist schon faszinierend, wie sich der Blick verändert, wenn wir unsere Betrachtungsweise verändern. Wenn du dir Zeit nimmst, neugierig mit Kinderaugen durch die Welt zu gehen. Dein zusätzlicher Vorteil ist, dass dein Dopaminwert steigt, wenn du Neues oder Unerwartetes entdeckst. (Dopamin ist ein Nervenbotenstoff, der Glücksgefühle erzeugt, so wird er auch als Glückshormon bezeichnet. Beim Lachen wird Dopamin auch freigesetzt.) Eine einfache Art ein Glücksgefühl zu erzeugen.

Vor einigen Tagen war ich in Wien in der Innenstadt und ich habe über die viele Weihnachtsbeleuchtung wirklich gestaunt. Ich habe sie bewusst wahrgenommen. Wie viele verschiedenen Formen und Farben es gibt, viel mehr als nur Lichterketten. Christbäume, die so verschiedenen geschmückt waren, jeder einzelne ein Prachtexemplar. Ich habe auch mit einer Freundin Auslagen geschaut, fast haben wir uns vor den Scheiben die Nasen platt gedrückt, wie früher vor der Auslage des Spielzeuggeschäftes. Wir haben wirklich so richtig jeden Kitsch, jedes Assessors, mit Ah und Oh bestaunt. Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht, doch bei diesem Spaziergang habe ich mir die Zeit dafür genommen. Ich habe gestaunt, was es alles gibt. Was wir alles brauchen könnten oder eben auch nicht. Ich habe mich gefreut über das viele Glitzer und Funkeln in den Auslagen. Und ich habe auch über die Preise gesaunt 😊.

Übe dich im Staunen

Erwecke das Kind in dir und du wirst überrascht sein, was die kleine Übung nach einer Weile mit dir macht. Das Schöne sehen, den Glitzer sehen, sich freuen wie ein Kind, über die Weihnachtsbeleuchtung.

Und Staunen hat noch einen weiteren Vorteil: Du kannst auch über Aussagen von anderen staunen! Bemerkungen, die dich sonst vielleicht treffen, mit denen du überhaupt nichts anfangen kannst. Feststellungen, die negative Emotionen hervorrufen. Familien Kommentare, unnütze Zwischenbemerkungen……..

Lass es mit Staunen vorbeiziehen

Aha, so habe ich das noch nie gesehen!

Ui, das habe ich mir noch nie gedacht!

Hahaha, das kommt in meiner Welt so nicht vor!

Sehr interessant, eine spannende Sichtweise!

Hihihi, das brauche ich mir so nicht merken!

Merkst du etwas? Staunen nimmt den Ärger. Staunen beruhigt deine Emotionen. Denn auch das ist ja wichtig! Gerade zu Weihnachten, wenn wir es besinnlich haben wollen, wenn die ganze Familie wieder aufeinander trifft. Also besinne dich und nimm es mit Staunen. (Staunen heißt ja nicht, dass du mit der Meinung übereinstimmst, doch es entlädt.)

So wünsche ich dir besinnliche Weihnachten, mit viel Staunen und natürlich Lachen.

Bild von Nadine Fuchs

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