Veröffentlicht am: 20. März 2021958 Wörter4.8 min Lesezeit

Wie schaut es momentan mit deiner Stimmung aus?

Geht es dir gut, fühlst du dich wunderbar oder etwas gebremst? Frühlingsduft liegt in der Luft, doch vom Gefühl her ist etwas anders.

Die Zeit ist noch immer herausfordernd, verlangt uns einiges ab und Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Wir alle stehen mittendrin und vor der Aufgabe bei uns zu bleiben, in unsere Mitte zu ruhen uns nicht von der Panik mitreißen zu lassen. Vertrauen und Zuversicht sind zwei Gaben, die in großer Menge zur Verfügung stehen sollten. Doch der Alkoholkonsum steigt, bei mir eher der Schokoladenkonsum und in der Apotheke merken wir, dass die Verschreibung von Angstlösern und Antidepressiva zunimmt. Eine wahrlich herausfordernde Zeit.

Auch ich spürte die letzten Tage, dass bei mir Lachen und Wehmut sehr schnell wechseln. Es fällt auch mir zeitweise schwerer, mich selbst zu motivieren meine Lachkurbel zu drehen. Heute hatte ich so einen Vormittag, ich spürte, dass mein Herz ziemlich schwer war, doch ich erinnerte mich an

eine wunderbare Geschichte:

«Meine Großmutter hat mir mal diesen Tipp gegeben:

Wenn die Zeiten schwierig sind, gehe in kleinen Schritten weiter.

Tu, was du tun musst, aber tu es langsam.

Denk nicht an die Zukunft oder was morgen passieren kann.

Reinige das Geschirr.

Wisch den Staub ab.

Schreibe einen Brief.

Koch Suppe.

Siehst du das?

Du gehst vorwärts, Schritt für Schritt.

Mach einen Schritt und dann Pause.

Ruh dich aus.

Schätze dich selbst.

Mach den nächsten Schritt.

Dann noch einen.

Du wirst es kaum merken, aber deine Schritte werden länger werden.

Bis es soweit ist, wo du wieder an die Zukunft denken kannst, ohne zu weinen.»

(Elena Mikhalkova “Der Raum der alten Schlüssel”)

Annehmen

Das Gefühl, dass es jetzt gerade unrund läuft annehmen. Es sich eingestehen. Oft neige ich dazu und viele andere auch ein ungutes Gefühl weg haben zu wollen. Doch „weghaben wollen“ verursacht zusätzlich Druck und wir stehen schon genug unter Druck. Besser ist es in dieser Situation in sich hineinzuhören und anzunehmen, dass es jetzt vielleicht gerade ein wenig viel ist. Schon alleine das Annehmen nimmt den Druck aus der Situation.

Achtsamkeit

Ich habe dann beschlossen in meiner Mittagspause nicht schnell, schnell etwas zu kochen, sondern ich habe mir wirklich Zeit genommen. Ich habe sehr langsam und achtsam das Gemüse geschnitten und sehr darauf geachtet, dass ich meine Mundwinkeln nach oben ziehe, denn ein paar Glücksbotenstoffe kann mein Gehirn schon ausschütten (und das bitte schnell!). Nachdem das Gemüse in der Pfanne war, habe ich meine Thymusdrüse geklopft, wie ein Gorilla, der sich auf die Brust schlägt und dann noch kichernd meinen Kopf abgeklopft von vorne nach hinten.

Dankbarkeit

Während ich dann mein Gemüse umrührte, fokussierte ich mich auf Dinge, für die ich dankbar bin. Da war zuerst einmal, dass ich hier in der Küche stand und frisch kochen konnte, dass ich so eine gemütliche Küche habe, dass meine Wohnung geheizt ist, dass meine Tochter das hin und her zwischen  distance learning und Schule so gut meistert  u.v.m. Ich merkte wie sich das Gefühl von Dankbarkeit ausbreitete. Abschließend habe ich drei tiefe Atemzüge genommen und spürte, wie mein Brustraum langsam frei wurde. Der Druck durfte gehen und ich fühlte mich ein wenig besser. Im außen hat sich nichts geändert, es ist noch immer trüb und kalt trotz Frühlingsbeginn, der Virus ist noch da, doch mein Herz lacht wieder.

Deshalb immer wieder die Erinnerung, wenn du dich schlecht fühlst, achte darauf, dass du in Bewegung kommst und etwas tust.  Langsam und achtsam, Schritt für Schritt, wie in der Geschichte deine Dankbarkeit wirkt zusätzlich als Turbo.

das 10 Minuten Happy Rezept:

  • Klopf deinen Körper ab, beginne deine Zehen zu bewegen, dann klopfe deine Fußknöcheln ab, die Vorderseite deiner Beine hinauf, deine Oberschenkeln klopfe ein wenig fester, die vertragen das schon, dann massiere deinen Bauch und nun klopfe mit der rechten Hand deinen linken Arme ab, bei den Fingerspitzen beginnen bis zu den Schultern nach oben und jetzt mit der rechten Hand deinen linken Arm aufwärts abklopfen.  Dann klopfe mit beiden Händen deine Schulter bis nach hinten zu den Schulterblättern und jetzt umarme dich selber!
  • Jetzt rüttle und schüttle deinen ganzen Körper durch, mach dich ganz locker lass die Arme nach unten baumeln und schüttle sie aus, gib in den Knien nach und dreh die Knie nach innen und außen, wackle mit deinem Hintern richtig locker hin und her, bis du spürst, dass dein Körper gelockert ist.
  • Lockere noch mehr deinen Brustraum, indem du deine Hände zu Fäusten ballst und leicht auf die Mitte deines Brustbeins klopfst, abwechselnd einmal mit der rechten, dann mit der linken Hand. Wie Tarzan, der sich voll stolz auf die Brust klopft.
  • Klopf mit deinen Fingerkuppen ganz sachte und leicht deinen Kopf ab, von vorne bei der Stirn beginnend nach hinten bis zum Nacken und wieder nach vorne, das ganze 3-4 mal.
  • Denk daran deine Mundwinkel nach oben zu ziehen.
  • Schau dich um und zähle auf für was du alles dankbar bist.

Das sind gut investierte 10 Minuten, denn sie können deine Stimmung sofort verbessern und schenken dir Entspannung. Du kannst es alleine machen oder gleich mit der ganzen Familie. Ich hoffe das Rezept hilft dir weiter, um rasch in eine wunderbare, gelöste Stimmung zu kommen.

So wünsche ich dir trotz und alledem, atemberaubende Momente, beglückende Begegnungen, wohltuende Worte, faszinierende neue Möglichkeiten und glitzernde Stunden.

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  1. Karin 20. September 2021 at 07:30 - Reply

    Vielen Dank für den wunderbaren Tip!

    • Nina Fuchs 20. September 2021 at 08:04 - Reply

      Sehr sehr gerne 🙂

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